Verkehrsrecht

Verkehrsrecht

Die nachfolgenden Informationen beziehen sich hauptsächlich auf die Abwicklung von Verkehrsunfällen, da diese erfahrungsgemäß das Hauptfeld anwaltlicher Tätigkeiten im Bereich des Verkehrsrechts ausmachen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen jedoch in allen Bereichen des Verkehrsrechts, also auch des Verkehrsordnungsrechts (Blitzersachen, „Rotlichtverstöße“ usw.), des Verkehrsstrafrechts (Trunkenheit im Straßenverkehr, Nötigung usw.) und des Verkehrsverwaltungsrechts (Fahrerlaubnis- und Führerscheinfragen etc.) zur Verfügung.

Verkehrsunfallrecht

Das Wichtigste vorab: Bitte gehen Sie nach einem Verkehrsunfall  direkt zu einem Anwalt.

(bitte vorher natürlich die Unfallstelle sichern, evtl. Verletzte versorgen – ich verlasse mich auf Sie!)

Die Kosten trägt, wenn Ihr Unfallgegner den Unfall verschuldet hat, der gegnerische Versicherer. Ihr Anwalt wird Ihnen alles Weitere erklären und Sie verschenken von Anfang an keine Zeit und kein Geld.

Ich vertrete Sie nicht nur in Verkehrsunfällen, sondern in allen rechtlichen Problemen die mit dem Straßenverkehr zusammenhängen, insbesondere auch strafrechtliche Fälle (z.B. Trunkenheit im Straßenverkehr, Nötigung etc.) oder Ordnungswidrigkeiten (Blitzerfälle, Abstand usw.). vgl. hierzu „Strafrecht“

Nachfolgend werde ich mich hauptsächlich über Verkehrsunfälle auslassen, da Sie der häufigste Grund sind, wenn Mandanten mich in verkehrsrechtlichen Fragen aufsuchen.

 

Nun zur Langversion:

Es kann jedem von uns – sogar als Radfahrer oder Fußgänger – passieren. Verkehrsunfälle passieren tagtäglich auf deutschen Straßen. Man kann Sie sprichwörtlich vor der Haustür haben und man muss nicht einmal etwas falsch gemacht haben.

So. Nun hat es gekracht. Wie Sie sich in einem solchen Fall verhalten sollten, schreibe ich weiter unten.

Theorie des Gesetzgebers und Realität aus der Sicht eines Praktikers

Da hierzulande jedes Kraftfahrzeug eine Haftpflichtversicherung haben muss, ist das doch alles halb so wild. Man meldet den Schaden und die Versicherungen regeln das.

JA, schön wär´s!!!

Das ist gerade nicht mehr so. Sonst wären die Anwälte in Verkehrssachen wohl weitgehend arbeitslos.

Worauf Sie Anspruch haben:

Sie haben nach einem vom Unfallgegner verschuldeten Unfall unter anderem folgende Ansprüche:

-          Die Anwaltskosten – diese trägt vollumfänglich der Unfallgegner bzw. dessen Versicherer, sofern Ihr Unfallgegner den Unfall verursacht hat

-          Die Kosten für das Sachverständigengutachten (das ab einer gewissen Schadenssumme unerlässlich ist)

-          Bei Reparaturschäden: Reparatur des Fahrzeugs

-          Bei Totalschaden: Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs abzgl. Restwert

-          Nutzungsausfall (dieser ist je nach Fahrzeug beträchtlich!) oder Mietwagenkosten

-          Schmerzensgeld bei Personenschäden

-          Unfallunkostenpauschale

-          Abschleppkosten

-          einzelfallbezogen weitere Ansprüche (z.B. Renten bei Invalidität usw.)

Zum einen weiß der durchschnittliche Mandant nicht, welche der oben genannten Ansprüche ihm in welcher Höhe zustehen. Das ist der eine Punkt, mit der Sie den Versicherern richtig Geld sparen, wenn Sie Ihren Schaden selbsttätig abwickeln wollen.

Die Sache mit den Gutachtern:

Noch billiger wird es für die Versicherer (und damit teurer für Sie), wenn Sie Ihren PKW von einem Gutachter besichtigen lassen, den der Versicherer Ihnen geschickt hat. Sie kennen doch sicher das Sprüchlein: „Dessen Brot ich ess´, dessen Lied ich sing´.“ Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Also bitte: Beauftragen Sie immer einen Gutachter Ihrer Wahl. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Reparaturwerkstatt und die Anwälte in Rechtschutzangelegenheiten. Sie sind in diesem Fall ”der Boss” und allein Sie entscheiden, wem Sie welche Aufgabe anvertrauen.

Hinweis für Kaskoschäden: Falls es sich bei dem Unfall um einen Voll- oder Teilkaskoschaden handelt, liegt die Regulierungshoheit (und damit auch die Frage des Gutachters) natürlich beim Versicherer. Bitte überprüfen Sie in diesen Fällen Ihren Versicherungsvertrag, welche Leistungen und welches Procedere dort mit dem Versicherer vereinbart wurde.

Die ewige “Scheibchen-Taktik” der Versicherer

Zum zweiten werden Sie die geltend gemachten Schadenspositionen nicht in voller Höhe ersetzt  bekommen. Es ist traurige Tatsache, die jeder im Verkehrsbereich tätige Anwalt bestätigen wird, dass Versicherer – es gibt auch lobenswerte Ausnahmen, das will ich nicht verschweigen! –  recht häufig nach einer “Scheibchen- bzw. Salamitaktik” abrechnen. Das machen die Versicherer übrigens sogar, wenn ein Anwalt Ihre Ansprüche geltend macht – ganz nach dem Motto. „Vielleicht merkt der es gar nicht oder glaubt es, dann sparen wir uns auch Geld.“ Und offenbar geht die Rechnung auf, sonst würden die Versicherer dies wohl nicht so machen.

Wie läuft aber nun die “Salami- bzw. Scheibchentaktik”?

Sie beziffern Ihre Entschädigungsansprüche. Die Versicherung zahlt daraufhin einen Teilbetrag, verweigert aber in einem Abrechnungsschreiben die Zahlung von Nutzungsausfall und Schmerzensgeld und behauptet darüber hinaus, dass Ihr Auto im Gutachten entweder mit einem zu hohen Wiederbeschaffungswert oder mit einem zu geringen Restwert angegeben worden ist.

Die Posten sind hierbei beliebig austauschbar, gemeinsam haben Sie nur, dass es jeweils weniger Entschädigung von der Versicherung gibt.

Wenn man dann als Anwalt mit den richtigen Argumenten nachhakt, gibt es plötzlich doch Schmerzensgeld. Aber immer noch keinen Nutzungsausfall. Auch da muss man dann nochmals nachlegen. Und so es der Zufall will und Ihr Anwalt hartnäckig ist, kriegen Sie am Ende doch noch die volle Entschädigungssumme.

Die ganz harten Fälle:

Auch die gibt es leider. Und dazu gehört auch eine recht bekannte, hier nicht namentlich genannte Versicherungsgesellschaft, mit der ich in zahlreichen gerichtlichen Verfahren und noch viel mehr außergerichtlichen Fällen meine Erfahrungen habe.

Diese Versicherer zahlen buchstäblich dann schnell, „wenn das Urteil auf dem Tisch liegt.“ Mit anderen Worten: Diese Versicherer legen es gehäuft auf Prozesse an, wenn Sie auch nur die geringsten Anhaltspunkte sehen, dass Ihr Versicherungsnehmer eben nicht überwiegend schuldhaft bzw. alleinschuldhaft den Unfall verursacht hat.

Und wissen Sie was? Diese Technik geht nicht selten auf.  Es gibt heutzutage genug Menschen, die „außer der Reihe“ nicht das Geld für einen Prozess aufbringen können. Das ist auch gut verständlich, denn wer kann schon ohne Rechtschutzversicherung – bei größeren Schadensfällen – neben den Reparaturkosten für das kaputte Auto noch Gerichts- oder Anwaltskosten vorauslegen?  Und eben DAS wissen auch bestimmte Versicherer und scheinen es teilweise darauf anzulegen, dass die Anspruchssteller mit sehr geringen Entschädigungszahlungen oder sogar gar keinen Zahlungen „abgespeist“ werden. Was kann einem Versicherer schon groß passieren? Die geringe Quote, die tatsächlich Klage erhebt und dann erfolgreich ist, ist längst durch Versicherungsmathematiker „einkalkuliert.“ Inwieweit so ein Vorgehen mit den nicht selten vollmundigen Werbeversprechen in Einklang steht, müssen Sie selbst entscheiden. Tatsache ist, dass auf diese Weise richtig viel Geld eingespart wird – möglicherweise auf Ihre Kosten.

Daher sollte man sich nach jedem Unfall zumindest beraten lassen. Ihr Anwalt kann Ihnen sagen, wie die Erfolgsaussichten vor Gericht stehen.

Alles in Allem – Routinesache

Trotz der vorgenannten einzelnen Härtefälle haben Sie in den meisten Fällen – insbesondere wenn Sie anwaltlich vertreten sind – mit einer relativ zügigen, wenn auch z.T. häppchenweisen (s.o.) Regulierung zu rechnen.

Nutzen Sie daher die Erfahrung Ihres Anwalts in Verkehrssachen und überlassen Sie die Schadensabwicklung einem unabhängigen und nur Ihren Interessen verpflichtetem Vertreter.

Dies spart Stress, Geld und Zeit. Und ist im außergerichtlichen  Bereich für Sie, wenn der Unfallgegner den Unfall verschuldet hat, sogar komplett kostenlos.

 

 

So. Wie versprochen hier noch meine – ganz persönlichen – Verhaltensempfehlungen in Sachen Verkehrsunfall als Service für die Besucher meiner Homepage.

  1. Bitte bewahren Sie jederzeit soweit als möglich Ruhe und vermeiden Sie jegliche Panik, Schuldvorwürfe oder Eskalationen. Das regeln später die Anwälte bzw. Versicherer. Daher ist jegliche Aufregung oder Diskussion über Schuldfragen am Unfallort völlig überflüssig. Falls Ihr Unfallgegner das nicht weiß, weisen Sie ihn freundlich darauf hin.
  2. Schalten Sie die Warnblinkanlage Ihres PKW an und sichern Sie als Erstes die Unfallstelle durch Aufstellen des Warndreiecks ab. Ziehen Sie Ihre Warnweste an.
  3. Sehen Sie nach Verletzten, bergen diese ggf. aus unmittelbarer Lebensgefahr, leisten erste Hilfe und rufen möglichst gleichzeitig die 112 bzw. 110 an. Ggf. veranlassen Sie weitere Unfallbeteiligte oder Zeugen, dies zu übernehmen.

Bitte beantworten Sie dann die sog. 5-W-Fragen:

Wo ist etwas geschehen?

Was ist geschehen?

Wie viele Personen sind betroffen?

Welche Art der Erkrankung/Verletzung liegt vor?

Warten auf Rückfragen?

  1. In weniger schlimmen Fällen verzichten Sie selbstverständlich auf den Notruf. Sichern Sie Beweise. Machen Sie Fotos und notieren sich die Namen evtl. Zeugen.
  2. Tauschen Sie mit dem Unfallgegner die Personalien aus. Zeigen Sie Ihrem Unfallgegner ungefragt Ihren Personalausweis und Führerschein und verlangen das Gleiche von ihm. Macht Ihr Unfallgegner daraufhin Schwierigkeiten, rufen Sie die Polizei an und bestehen darauf, dass diese kommt. Möglicherweise hat Ihr Unfallgegner keinen Führerschein oder will Ihnen gegenüber falsche Angaben machen. Sollte Ihr Unfallgegner versuchen, wegzufahren, hindern Sie ihn nicht körperlich daran. Machen Sie jedoch unbedingt Fotos von Unfallgegner und dessen PKW. Notieren Sie sich das Kennzeichen.
  3. Tauschen Sie die Versicherungsnummern aus und fertigen Sie ein Unfallprotokoll an. (Die Versicherer verteilen hierzu Vordrucke, die man als grobe Orientierung nehmen kann)

Wichtig:

Geben Sie NICHTS zu und unterschreiben sie NICHTS. Auch und erst recht nicht gegenüber der Polizei. Verweisen Sie stur darauf, dass sich Ihr Anwalt für Sie äußern wird.

Sollten Personenschäden aufgetreten sein oder Ihr Unfallgegner irgendwelche „Schwierigkeiten“ machen, rufen Sie IMMER die Polizei. Ansonsten ist dies gerade bei kleineren Unfällen mit überschaubarem Schaden nicht erforderlich.

  1. Nunmehr werden die Autos geborgen. Lassen Sie eventuelle  Verletzungen versorgen und rufen Sie direkt Ihren Anwalt an. Dieser koordiniert alles Weitere für Sie. Auch die Meldung an die eigene und gegnerische Versicherung.

 

 

 

 

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