Mietrecht

Mietrecht:

Drei kleine Dinge vorweg:

Ich berate und vertrete sowohl Mieter wie auch Vermieter in allen mietrechtlichen Angelegenheiten. Ich habe Verständnis für die Interessen und Probleme beider Parteien und das Spannungsfeld, in dem Sie sich bewegen und das ich Ihnen nachfolgend näher erkläre. Und ich bin bestrebt, wenn möglich, mietrechtliche Streitigkeiten außergerichtlich zu einer für beide Seiten tragbaren und fairen Lösung hin zu klären. Beratung – Vertretung – Problem gelöst. Alles klar?

Jetzt zum Mietrecht im Einzelnen:

Das Mietrecht ist ein hochsensibles, weil ziemlich intimes Gebiet. Und ein Rechtsgebiet mit unendlich Potential für Spannungen, wie Sie vielleicht selbst gerade erfahren haben, wenn Sie diese Zeilen lesen.

Der Vermieter überlässt „sein Eigentum“ an den Mieter. Dieser bezahlt die Miete und darf in den Räumen wohnen bzw. sein Geschäft betreiben.

Was will der Mieter?

Der Mieter will billig und gut wohnen, wenig bis keine Pflichten haben, im Idealfall nichts nachzahlen und vor allem Ruhe vor seinem Vermieter.

Was will der Vermieter?

Er will im Idealfall einen Mieter, der nicht in der Wohnung wohnt und dadurch keinerlei Abnutzung erzeugt, diese aber heizt und pflegt, stets pünktlich bezahlt, Dankbarkeit dafür zeigt, dass man „ihm die Wohnung gegeben“ hat und im Idealfall bis ans Lebensende in der Wohnung bleibt, bevor seine Erben den Mietvertrag fortsetzen. Sollte der Mieter wider Erwarten doch einmal ausziehen, ist die Wohnung selbstverständlich stets renoviert und idealerweise in besserem Zustand als vorher zu übergeben.

Diese beiden (selbstverständlich übertriebenen) Extreme muss man in der Praxis zusammenführen. Das Mietrecht verändert sich stetig.

Sehr grob und überspitzt gesagt, gab es früher ein starkes Vermieterrecht (Lesen Sie mal ältere Mietverträge bzw. Hausordnungen – da fragt man sich ernsthaft, was der Mieter noch darf außer Zahlen, Schweigen und Putzen), während heute Mietrecht eher Mieterschutzrecht ist. (Machen Sie mal einem zu Recht aufgebrachten Vermieter klar, dass er trotz rechtskräftigen Räumungstitels weiterhin jede Menge Geld und Zeit aufwenden muss, um professionelle “Mietnomaden” aus seinem Eigentum zu kriegen, die ihm bereits etliche tausende Euro schulden und dabei lächelnd und mit vollster Absicht die Wohnung „abwohnen“.[um es dezent auszudrücken]

Sie könnten diese sehr hitzige Situation dann nur noch „steigern“, wenn Sie als wenig einfühlsamer Anwalt dem ohnehin wütenden Mandanten Ihre fällige Anwaltsvorschusskostenrechnung übergeben. Da ist richtig „Stimmung“ in der Kanzlei garantiert. )

Wie bereits angedeutet, sind gerichtliche Streitigkeiten im Mietrecht nicht selten brisant.

Dies liegt zunächst daran, dass viele Mietverträge aus irgendwelchen Formularbüchern („Dös hod mir moi a Makler gebm!“ oder „Den Vertrag hab i scho immer und der is vom Schreibwarenladen.“ ) überaltert sind und unwirksame Klauseln erhalten oder schwammig und ungenau formuliert sind. (Stichwort: vorher den Vertrag vom Anwalt prüfen lassen! siehe auch: „Vertragsrecht“.)

Oft schließen die Parteien auch schwer bis gar nicht nachweisbare mündliche Sondervereinbarungen. (Stichwort: „Des hamma unter uns so ausgmacht, dass er mir des zoit bzw. bis dahin ausziagt.“)

Wie schon im Bereich Vertragsrecht beschrieben, werden mündliche Absprachen leider heutzutage oft gebrochen bzw. halten vor Gericht nicht, insbesondere wenn dann plötzlich Aussage gegen Aussage steht.

Dann gibt es natürlich viele (aus sozialen Gründen sicherlich berechtigte) Sonderregelungen und Schonfristen und vieles mehr.

Nicht zuletzt bringt der schönste Titel (Urteile, Vollstreckungsbescheide, Vergleiche usw.) nichts (außer nicht unerheblichen Kosten, die der Vermieter auslegen muss), wenn er nicht vollstreckbar ist, weil beim Schuldner bzw. Mieter schlichtweg nichts zu holen ist.

Deshalb die zwei wichtigsten Ratschläge im Bereich Mietrecht:

1. Sich den künftigen Mieter/Vermieter sehr genau auswählen und vor Vertragsschluss so genau wie möglich kennenlernen.

(auch und gerade hinsichtlich seiner „mietrechtlichen Vergangenheit“)

2. Streitigkeiten wenn irgend möglich, außergerichtlich regeln.

Aus diesen Gründen versuche ich stets – im Interesse meines Mandanten und letztlich sogar auch des Gegners – mietrechtliche Streitigkeiten außergerichtlich zu lösen. Das spart nicht selten in vielfacher Hinsicht für beide Seiten Geld, Zeit und vor allem viel Ärger und Frustration.

Dennoch ist es in einigen Fällen – nach vorherigen sorgfältiger Chancen-/Risikoprüfung durch Ihren Anwalt – sinnvoll, auch gerichtlich gegen Mieter/Vermieter vorzugehen.

Wie und wann das der Fall ist und wie wir Ihr persönliches mietrechtliches Problem in den Griff kriegen, klären wir gerne bei einem Gespräch in meiner Kanzlei.

 

 

 

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